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3. Lauf zum Alpen Pokal am Pannonia Ring

pannoniaring.com

Nicht nur die Internet Adresse lautet so, sondern auch das Motto des Veranstalterclubs PC Wien, und eine ganze Armada von rennsüchtigen Porsche-Freaks folgten diesem Aufruf gerne.

Wolfgang Bousska und seine vielen, treuen Helfer stellten wieder eine tolle Veranstaltung im Rahmen der Alpen Pokal-Rennen 2005 auf die Beine – besser: auf die Räder, denn immerhin bevölkerten stolze 61 Renner nahezu aller Kategorien des 911er Modells aus Zuffenhausen die Boxen des Pannonia Rings.

Doch nicht nur die edlen Karossen a la Porsche waren am Ring vertreten, nein, der listige Fuchs Wolfgang Bousska holte sich quasi „Verstärkung“ in Form der rund 55 Teilnehmer vom Histo Cup Austria 2005.

Alt aber Gut

Diese Konstellation von Rennmaschinen der neuesten Generation im Alpen Pokal und denen vergangener Renn-Epochen aus den verschiedensten Hersteller-Ecken (unter anderem große Abordnungen von Ford Escorts, Alfas und BMW’s) tat der Veranstaltung sichtbar gut, denn was sich bei den einzelnen Rennen an Zuschauern entlang und vor allem auf dem Dach der Boxen einfand, war schon eine gewaltige Kulisse, vor der sich die Teilnehmer der einzelnen Rennen gerne präsentierten und ausgezeichneten Motorsport boten.

Nachdem die enorm große Anzahl von rennbegeisterten Vollgas-Gebern beider Lager bereits am Freitag beim zwischenzeitlich legendären „Artbauer Race Day“ die 4.740 Meter lange Strecke bestens kennen lernen konnten, blieben für den Samstag sensationelle 11 Rennen in einem prall gefüllten Zeitplan übrig – was für ein Genuss für einen Motorsportfan.

Pünktlichkeit ist eine Zier

Und genau so hielt es unser gleichermaßen bekannter wie respektierter Rennleiter Joe Elsensohn gleich von Beginn weg und straffte das morgendliche Fahrerbriefing indem er diesmal auf die „Flaggenparade“ verzichtete, was wiederum die Stimme des Alpen Pokals, Peter Bauregger, etwas verwirrte, denn schließlich war es schon fast eine Choreografie geworden, wie die beiden zusammen beim Briefing agieren. Aber Flexibilität ist alles und während das freie Fahren startete, konzentrierte sich Peter auf seine „neue“ Aufgabe, es galt schließlich auch die Rennen des Histo Cups zu moderieren, und da ging es vor allem darum, sich auf die neuen Namen, Wagen und Geschichten „einzuschießen“, was mit Hilfe vom „Austrian Ecclestone“ Wolfgang Täubler auch kein Problem darstellte.

Nachdem um 10.30 Uhr das gemeinsame Qualifying aller GT-Klassen über die Bühne gegangen war und die Startaufstellungen für die getrennten Rennen feststanden, kamen die Clubsportler mit ihrer ersten Gleichmäßigkeit an die Reihe, diesmal zugleich mit den Supersportlern.

Gespickt mit Stars

Endlich wieder einige neue Gesichter bei den Clubsportlern, schließlich ist das laut Meinung einiger PC-Präsidenten und Verantwortlichen für den Alpen Pokal die Basis der erfolgreichen Serie. Und so freuten sich die Mannen vom PC Wien über den Auftritt von Ex-Olympiasieger Patrick Ortlieb, der gleich mit einigen Kumpels vom PC Vorarlberg nach Ungarn kam und außerhalb seiner Rennen die reichlich vorhandene Sonne in vollen Zügen genoss.

Die Klassensieger standen nach 9 Runden, die von sehr vielen Überholmanövern geprägt wuden, wie folgt fest: Franz Grassl (PCC, Klasse 7), Martin Köck (PC Isartal, Klasse 8) und Patrick Ortlieb (PC Vorarlberg, Klasse 9), wobei Patrick Ortlieb auch noch die kleinste Differenz aller Teilnehmer hatte - nur 0,560 Sekunden.

Bei den Supersportlern sah es so aus: Klasse 1+2 Bernhard Weidinger, Klasse 3+4 Nicolas Supanz (PC Steiermark) und Klasse 6 Udo Schifer (PC Isartal/PC Tirol)

That’s Race

Unmittelbar danach ging es in den Sprintbewerb der „kleinen“ GT-Sport Challenge und dort war Pole-Position Mann Alfred Mannsberger mit seinem XXL-Renner sofort nach dem perfekt inszenierten fliegenden Start die Wolke und wäre das auch sicher bis zum Ende des Rennes geblieben, wenn ihm da nicht die Technik bereits in der dritten Runde einen schmerzenden Strich durch die Rechnung gemacht hätte. In langsamer Fahrt brachte er seinen lahmenden Untersatz zurück in die Box, wo auch gleich ordentlich „gezangelt“ wurde, um zumindest im zweiten Lauf wieder dabei sein zu können.

Durch diesen Umstand beflügelt, ließ sich Viktor Grünhut seinen „geerbten“ ersten Platz auch durch einen vehement kämpfenden Heinz Weissenbacher nicht mehr nehmen und überquerte als jubelnder Sieger des ersten Sprints nach 10 Runden die Ziellinie, abgewinkt durch die zarte Hand von Gina, der feschen Startturm-Frau vom Panonnia-Ring. Auf den Rängen ein absolut motivierter Fritz Böhler auf Platz Drei vor Stefan Ertl auf der Vier.

Poah – Laut!!

Aber Hallo! dachte sich da wohl mancher der rund 1.500 Zuschauer als sich die Histo-Cup Garde das erste Mal in einem Rennen auf dem Pannonia-Ring zeigte, haben die technischen Kommissäre da Ohrenschützer bei der Abnahme aufgehabt? Nein, liebe Freunde des gepflegten Motorsports, das hatte schon seine Richtigkeit, wie immer hatten Albert Vierthaler und Gerhard Dobay ganze und vor allem richtige Arbeit geleistet und alles war rechtens.

Während die Histo’s also ihre Runden zogen, konnten die Alpen Pokalisten die Zeit nutzen, um sich und ihre fahrbaren Lieblinge einerseits auf die Prüfungen am Nachmittag vorzubereiten, andererseits aber auch das Angebot in Form einer Abkühlung im eigens mitgebrachten Swimming-Pool (nobel geht die Welt zu Grunde!) von Artbauer-Racing nutzen – einige Nixen taten das auch, sehr zum Gaudium der anwesenden Techniker, denen bei diesem Anblick noch heißer wurde.

90-122-116-101-111 Box-….

Noch heißer war es allerdings unseren beiden Top-Zeitnehmern Monika Kala und Christoph Preu, denn sie hatten nicht nur den Alpen Pokal, sondern auch den Histo Cup mit ihren perfekten Auswertungen zu bedienen und somit verblieb den beiden zusammen mit „The Voice“ Peter Bauregger eine knappe Viertelstunde Mittagspause, in der man sich ganz schnell eine Flasche Wasser, eine Flasche Almdudler und einen Teller mit Kuchen von Yokohama Front-Frau Sabine Radda besorgte, um nicht völlig zu dehydrieren – Danke Sabine!

Der Histo Cup mit seinem zweiten Rennen „eröffnete“ sozusagen den Nachmittag in Ungarn und wieder war das Publikumsinteresse enorm groß, und es wurde absolut nicht enttäuscht. Genauso wenig wie beim folgenden Rennen der „Königsklasse“ 6S in der GT-Sport Challenge über 10 Runden.

Albrecht – schon wieder?

Das war wohl die Frage, die Vorjahresmeister Jörg Peham nach dem Qualifying kurz durch den Kopf ging, denn bereits zum 5. Mal in dieser Saison war der junge Bursche nicht zu biegen. Und so ging es auch in die erste Runde – bis zur ersten Kurve, denn da zeigte Jörg dem Florian, wo der optimistischste Bremspunkt wirklich liegt und der sympathische Vorarlberger flutschte an Albrecht vorbei. Allerdings nicht lange und da war auch schon wieder Albrecht vorne und gab die Führung nicht mehr ab. Dahinter allerdings, da klopften sich Peham, Zoltan, Oettl und Stanek ordentlich ab und passierten auch in dieser Reihenfolge die Ziellinie.

Mit der zweiten Gleichmäßigkeitsprüfung der Clubsportler sollte es ursprünglich nach dem Qualifying der Supersportler weitergehen, diese wurde aber durch ein halbstündiges freies Fahren ersetzt. Sofort anschließend wurde von unserem Pace-Car Piloten Klaus Eberhard (ja, genau der!!) die fliegende Start-Runde des zweiten Sprints der „kleinen“ GT-Sport Challenge eingeleitet und auch dieser Start funktionierte tadellos.

Vickerl schläft, Fritz flitzt

Ein fulminanter Start unseres Fritz Böhler lockte so manchem Insider ein verschmitztes Lächeln über die Lippen, denn offenbar drückten sowohl Böhler als auch Stefan Ertl in der zweiten Startreihe das Pedal kräftiger und früher durch als die beiden vorderen Grünhut und Weissenbacher, denn die wurden gleich Links und Rechts überholt und eingangs der ersten Kurve führte Fritz Böhler den Tross in die schnellen 10 Runden. Allerdings musste er trotz löwenherzmäßigen Einsatzes seine Kontrahenten ziehen lassen. Und von ganz hinten kam da auch noch Alfred Mannsberger angeflogen, der seinen Boliden wieder auf Vordermann gebracht hatte und einen unabdingbaren Drang nach ganz vorne verspürte, denn er auch gnadenlos umsetzte und sich bereits in der vierten Runde den Platz an der Sonne holte – alle Ehre! Die Zielankunft lautete schließlich Mannsberger vor Weissenbacher und Böhler.

So, nun gleich weiter zur zweiten Gleichmäßigkeit der Clubsportler. Das ist immer einige der Gelegenheiten an einem Porsche Alpen Pokal Renntag, wo sich die arrivierten Piloten den „Nachwuchs“ anschauen können, und glauben Sie mir, viele tun dies wirklich sehr interessiert.

Nach heißen 9 Runden hießen die Klassensieger: Reinhard Brandstätter (PCCA, Klasse 7), und wie schon in der ersten Prüfung Martin Köck (PC Isartal, Klasse 8) und ebenfalls zum zweiten Mal Patrick Ortlieb (PC Vorarlberg, Klasse 9).

Finale Furioso

Noch zwei Sprintprüfungen stehen auf der Zeitentabelle von Wolfgang Bousska, dann kommt noch der angenehme Teil der Siegerehrung, doch der Reihe nach.

Mit Hans Hagleitner hatten wir den schnellsten 993er RS-Piloten auf der Pole und auch der Klassensieg (Klasse 3+4) nach 10 Runden führte nur über ihn. Dahinter platzierten sich Walter Welte und Verena Jendrzejzyk vor Meidinger, Supanz und Wailzer. In der Klasse 6 dominierte der „Erfinder“ des Alpen Pokals, Günter Brenner vom PC Isartal, auf Platz zwei Udo Schifer. Die Klasse 1+2 waren Festspiele für Bernhard Weidinger, Platz Zwei für Gerhard Weber, Dritter Fritz Ungnadner und Vierter wurde Alfred Artbauer, der sich dafür ein herzliches Busserl von seiner charmanten Gattin abholte – der Neid könnte einen fressen.

Die „Großen“ sind wieder am Zug, immerhin warten sie schon sehnsüchtig auf ihren zweiten Sprint und es scheint, als ob ihre Arbeitstiere auch kaum mehr zu halten sind, als pünktlich um 16.30 Uhr unser Rennleiter Joe Elsensohn die Ausfahrtsampel der Boxengasse auf Grün stellen lässt und Klaus Eberhard als Pace-Car Pilot einen 5er-BMW um den Ring prügelt als hätte er es eilig, wieder in die Box zu kommen.

Florian Albrecht passt diesmal auf und lässt Jörg Peham keine Chance in der ersten Kurve, allerdings versucht auch Franz Oettl irgendwie nach ganz vorne zu kommen, so dass für Georg Zoltan überhaupt kein Platz mehr da ist. Zu dritt geht es durch die ersten Kurven, eine Glanzleistung aller Piloten, die hier wirklich ganz feinen Motorsport bieten. Das Rennen ist gezeichnet von spektakulären Bremsduellen, bei denen vor allem im Mittelfeld ein toller Kampf zwischen Oettl, Stanek, Stöhr, Speck und Eckert entbrennt, dem schließlich Wolfgang Stöhr und Hermann Speck zum Opfer fallen. Sieger wird – na wer schon? Richtig: Florian Albrecht vor Jörg Peham und Georg Zoltan.

Gut is gangen – Nix is g’schehen

Bei der abschließenden Siegerehrung werden vom PC Wien Präsident Richard Purtscher noch die tollen Leistungen der Piloten gelobt und es gibt viele Preise zu verteilen. Diese Aufgabe übernimmt auch ein glücklicher, aber doch geschlauchter Wolfgang Bousska zusammen mit seinen Mädel’s Brigitte und Margit und ein „noch immer bei Stimme seiender“ Peter Bauregger.

Dieser verabschiedet danach alle ganz höflich und lädt bereits zum nächsten Lauf des Alpen Pokals 2005 - am Eurospeedway in Lausitz - am 09. Juli 2005.

See U There! Euer P.I.T.

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